Port Waikato - Auckland Manukau
Jetzt sind wir wieder da, auf dem Top10 von Manukau, dem am Flughafen
nächstgelegenen Campground überhaupt, wo wir uns für Freitag
eine 'Selfcontained Unit' reserviert haben.
Das Wetter war heute Morgen so traurig und trüb, dass wir beschlossen,
für die nächsten 2 Tage in Auckland in jenem Waldorf
Appartment-Hotel noch die letzten zwei Tage im Trockenen zu vertrödeln.
Ich hätte da ja noch ein paar Tage zum Fertigschreiben und dort hatten
wir freien Breitband-Internetzugang.
Wir haben am Waitako River auf einem Parkplatz, wo man freien Zugang zu einem
parkähnlichen Garten hat, nochmals angehalten und am Ufer so seltsame
Steine gesehen, fast wie die Mouraki Boulders, nur viel kleiner und mit einem
sandigen, statt mit einem Kristall-Kern. Auch in Tuakau beim
Trödlerladen, welche mir gestern die Gummitastatur, die ich in Auckland
gekauft habe, mit Freuden abgenommen haben, haben wir angehalten. Ich hatte
noch eine Teflon-Bratpfanne, eine hermetisch verschliessbare
Salatschüssel, einen mikrowellentauglichen Pyrex-Massbecher und einen
Plastikkorb, mit welchem ich immer mit dem Geschirr zum Abwaschen in die
Küche marschiert bin, abzugeben. Für den Abfall war mir das fast
noch zu schade. Es wurde jedenfalls ganz gerne in Empfang genommen.
Auch Helvetia haben wir unterwegs entdeckt. Ein Wegweiser, der in drei
Kilometern in Helvetia zu sein versprach. Natürlich haben wir wieder mal
gewendet und eigentlich wollten wir die Ortstafel von Helvetia als Beweis
fotografieren, aber es gab keine. Wir fuhren allerdings lange der Helvetia
Road entlang, bis wir wieder beim Countdown in Pukekohe waren, wo wir vorher
gerade noch ein Brot eingekauft hatten. Also ist Helvetia höchstens ein
Vorort von Pukehoe. Hingegen die Zwiebelfabrik, das heisst entweder
Grosshandel oder Verarbeitungsbetrieb muss die Firma Balle Bros sein, denn
dies ist hier das Ziel der grossen, mit Kisten voller Zwiebeln beladenen
Lastwagen, von denen gestern einer einen Teil seiner Ladung auf der Strasse
verloren hatte. Die ganze Gegend roch von den überfahrenen Zwiebeln. Auch
hier in Helvetia lag ein deutlicher Zwiebelgeruch in der Luft.
Je näher wir Auckland kamen, desto mehr begann das Fotzelwetter seinem
Namen Ehre zu machen. Gottseidank konnten wir dank unserer neuen Lady die
Quaystreet zielgenau und ohne Umwege anvisieren und fanden direkt vor dem
Waldorfhotel einen Parkplatz - nur kein Zimmer. Das heisst zuerst
bestätigte er freudig, Platz zu haben und als er im Compi sah, wieviel
wir im November bezahlt hatten - es war etwas um die 140 Euro, war doch nichts
mehr frei. Er hat uns den regulären Preis überhaupt nicht genannt
und sich im Compi für eine freie Unterkunft für die nächsten
zwei Tage in irgendeinem Hotel umgesehen. Irgendwo wäre was für 450
Dollar offen gewesen oder ein Hotel im Stil Backpacker für 76$, aber wir
gaben uns die Ehre und fuhren halt nochmals zurück nach Manukau auf
'unseren' Campground, wo wir am Freitag sicher eine Unterkunft haben werden.
Diese Unit ist zwar heute noch besetzt, aber wir haben nun wieder eine Kitchen
Cabin mit Kühlschrank und Kochgelegenheit und falls, müssen wir halt
heute Nacht gerade Vis-à-vis aufs Häuschen und morgen können
wir wechseln und haben dann ein Wohn- und Schlafzimmer, eigene Dusche und WC,
zwar wie gestern in einem neuen Container, aber feudal, wie in einem Hotel.
Den Spezialpreis von 100NZ$, den sie uns am Sonntag offerierten, haben sie nun
auch für morgen eingesetzt.
Regenwetter und Sturmgetöse neben dem Fluglärm von abfliegenden und
landenden Maschinen begleitet uns durch den ganzen Nachmittag und ich kann
endlich wieder mit Musse ein bisschen meine Tagebuchaufzeichnungen
aufarbeiten.
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